Wohnformen für Senioren

Seniorengerechtes Wohnen

Seniorengerechtes Wohnen ist ein nicht eindeutig definierter Begriff. Im allgemeinen handelt es sich hierbei um Immobilien, welche die Bedürfnisse älterer Menschen erfüllen. Hierzu gehören unter anderem:

  • eine zentrale Lage im Ort
  • Einkäufe des täglichen Bedarfs sowie Ärzte sind fußläufig erreichbar
  • ein Aufzug ist vorhanden
  • es sind möglichst keine Treppen oder Schwellen zu überwinden

Barrierefreies Wohnen nach LBO

In der Landesbauordnung Baden-Württemberg sind im §35 die Anforderungen an barrierefreie Wohnungen geregelt. Hier einige Auszüge: Die Wohnungen eines Geschosses müssen barrierefrei erreichbar sein. Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, Bad und Küche müssen mit dem Rollstuhl erreichbar sein. Die vollständige LBO erhalten Sie bei den jeweiligen Landratsämtern.

Barrierefreies Wohnen nach DIN 18040

Die Verordnung regelt Mindestanforderungen an Wohnungen für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungsgrad. Rechtlich sind die DIN-Normen in Deutschland zunächst Empfehlungen, die nicht zwingend angewendet werden müssen. Die Landesbehörden können jedoch in ihren Bauordnungen Festlegungen treffen, welche die Einhaltung von Normen der Barrierefreiheit für bestimmte Bauten oder Anlagen, z.B. "Gebäude mit mehr als einer Wohnung", erfordern. Je nach Bundesland können unterschiedliche Regelungen getroffen werden.

In Teil 2 ist z.B. geregelt, dass die Duschen bodengleich sein müssen, Türgriffe und Lichtschalter tiefer anzubringen sind und Türen breiter sein müssen. Die vollständigen Verordnungen erhalten Sie in dem Sie auf den nachfolgenden Link klicken.

Behindertengerechtes Wohnen

Hier gilt auch die Verordnung nach DIN 18040 Teil 2. Zusätzlich müssen hier die Türen noch breiter gestaltet sein, und es müssen in allen Räumen, auch in Bad und WC, genügend Bewegungsflächen für einen Rollstuhl vorhanden sein. Die vollständige Verordnung erhalten sie in dem sie auf den oben aufgeführten Link klicken.

Betreutes Wohnen

Neben den baulichen Ausstattungsmerkmalen (oft wird hier nach DIN 18040 Teil 2 gebaut) steht den Bewohnern eine Betreuung zu regelmäßigen Zeiten zur Verfügung. Diese Aufgabe wird oft durch die örtliche Diakonie oder Krankenpflegevereine übernommen. Die Aufgaben der Betreuung umfassen einen per Vertrag definierten Grundservice, welcher für alle Bewohner obligatorisch ist. In der Regel sind diese Aufgaben das Aktivieren von Selbsthilfekräften, Fördern von Kontakten, ein Angebot an Gemeinschaftsaktivitäten nach individuellen Wünschen der Bewohner, Beratung in Fragen des täglichen Lebens, Hilfestellung gegenüber Behörden und Sozialträgern. Über den Grundservice hinaus kann der Bewohner viele Wahlleistungen wie z.B. pflegerische Leistungen, Wäsche- und Putzservice oder Essen auf Rädern in Anspruch nehmen. Hier berät und unterstützt die Betreuung, holt Angebote ein, vergleicht Leistungen und kontrolliert die Qualität der Serviceleistungen. Die Kosten für die Wahlleistungen werden vom Bewohner getragen.

Diese Wohnform ermöglicht selbstbestimmtes und eigenständiges Wohnen bis ins hohe Alter, bietet jedoch die nötige Sicherheit Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Die Selbständigkeit und Aktivität der Menschen soll unterstützt und gestärkt werden.

Pflegeheim

Wohnen in einem Pflegeheim umfasst eine 24-stündige pflegerische Betreuung. Die Eigenständigkeit der Bewohner ist aufgrund der Aufsichtspflichten sehr eingeschränkt, die Kosten für eine rund um die Uhr Betreuung sind von den Bewohnern zu tragen.